NEU: Angst- und Zwangsstörungen rund um die Geburt - Praxisorientierte Ansätze für die Psychotherapie
Die heimlichen und oft unerkannten psychischen Erkrankungen im Peripartum sind Angst- und Zwangsstörungen. Peripartale Angststörungen treten bei Müttern und Vätern häufiger auf als postpartale Depressionen. Aktuelle Studien, u. a. von Fairbrother und Kolleg:innen, zeigen, dass etwa 20 % der schwangeren Personen im Postpartum betroffen sind. Zwangsstörungen sind seltener, doch rund jede fünfte Mutter berichtet von belastenden, aufdringlichen Gedanken. Wer bereits vorerkrankt ist, erlebt während der Schwangerschaft und im Postpartum häufig eine Zunahme der Symptome. Schamgefühle sind bei den Betroffenen hoch und führen oft zu Rückzug und stillem Leiden. Fundiertes Wissen ist daher entscheidend, damit Angst- und Zwangsstörungen rund um Schwangerschaft und Geburt frühzeitig erkannt und adäquat behandelt werden können.
Referent:in
Katherina Whinyates, eidg. anerkannte Psychotherapeutin, Fachpsychologin für Psychotherapie FSP und Supervisorin in diversen Kliniken und Ausbildungsinstituten in der Schweiz. Seit 2022 selbstständig in eigener Praxis tätig, davor leitende Psychologin in der Psychosomatik und in einer Privatklinik. Sie führt in Basel eine Praxis mit dem Schwerpunkt Psychogynäkologie und Psychotherapie in der Peripartalzeit. Zusammen mit anderen hat sie 2022 das Netzwerk «Psychotherapeut:innen in der Peripartalzeit» in der Nordwestschweiz gegründet. Neben der Triagierung von Therapieplätzen für Betroffene, leitet sie Workshops und Aufklärungsarbeit für psychische Erkrankungen in der Peripartalzeit.
