Die Forschung zeigt eindrücklich, dass übermässiger pränataler Stress weit mehr ist als ein subjektives Belastungserleben. Er kann die kindliche Entwicklung nachhaltig beeinflussen – und das oft lange bevor wir als Fachpersonen ins Bild treten. Gleichzeitig wissen wir, dass gezielte Unterstützung einen echten Unterschied machen kann.
Diese neue Fortbildung verbindet aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit dem Blick auf unsere eigene Praxis: Was brauchen Mütter, Väter und Kinder – und wie können wir als Fachpersonen die Dynamiken von pränatalem Stress verstehen und dieses Wissen in unserer Praxis nutzen?
Dr. phil. Pearl La Marca-Ghaemmaghami ist eidgenössisch anerkannte Psychotherapeutin und Fachpsychologin für Psychotherapie FSP. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Internationalen Akademie für Humanwissenschaften und Kultur mit Standorten in Walenstadt und Zürich, wo sie auch als selbstständige Psychotherapeutin tätig ist. Ihr Schwerpunkt liegt auf der prä- und perinatalen psychischen Gesundheit.
Sie promovierte an der Universität Zürich und absolvierte ihr Postdoktorat zum Thema «Pränataler Stress». Ergänzend dazu schloss sie das International PhD Program in Neuroscience am Zentrum für Neurowissenschaften Zürich ab. Über mehr als zehn Jahre war sie als Konsiliarpsychologin an den Kliniken für Geburtshilfe und Neonatologie des Universitätsspitals Zürich tätig und war dort für die operative Leitung des Konsiliar- und Liaisondienstes verantwortlich.
Neben ihrer klinischen und wissenschaftlichen Tätigkeit ist sie in der Lehre aktiv und unterrichtet unter anderem am Universitätsspital Zürich Kommunikation beim Schwangerschaftsultraschall sowie an der Universität Zürich Stressmanagement für Doktorierende. Ihre Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte bewegen sich an der Schnittstelle von Psychologie, Verhaltensmedizin und psychobiologischer Stressforschung im peripartalen Kontext.