


Für viele Eltern erfüllt sich mit der Schwangerschaft ein lang ersehnter Wunsch – verbunden mit der Vorstellung, vor allem Glück und Dankbarkeit zu empfinden. Übelkeit und Müdigkeit waren vielleicht erwartete Begleiterscheinungen. Umso erschütternder und verunsichernder ist es, wenn sich plötzlich oder schleichend anhaltende Ängste oder aufdringliche, belastende Gedanken rund um das ungeborene Kind einstellen.
Der Versuch, mit diesen herausfordernden Gedanken umzugehen – etwa durch kontrollierende Handlungen, Vermeidung oder Rituale – erfordert viel Zeit und Energie. Betroffene fühlen sich dadurch stark eingeschränkt und leiden erheblich unter der Situation.
Sich um das Wohlergehen des Babys zu sorgen oder gelegentlich ängstliche Gedanken zu haben, ist völlig normal – und bis zu einem gewissen Grad auch sinnvoll: Sie helfen dabei, sich in die verantwortungsvolle Rolle als Schwangere einzufinden und auf das wachsende Leben im eigenen Körper zu achten. Doch wo endet normale Besorgnis und wo beginnt eine Zwangsstörung?
*Stand: Frühling 2026
Vorstandsmitglied & Psychotherapeutin Praxis «Familie entsteht»