


Dienstag, 5. Mai 2026
Die Geburt eines Kindes gilt als Glücksmoment, doch für viele Eltern folgt die Krise: Rund 20% der Mütter und 10% der Väter leiden jährlich an einer peripartalen psychischen Erkrankung. Das Whitepaper von Periparto Schweiz und der OST – Ostschweizer Fachhochschule zeigt nun eine alarmierende Lücke in der Schweizer Arbeitswelt auf. Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick:
Mangelnde Unterstützung: 70% der betroffenen Eltern erhalten am Arbeitsplatz kaum oder gar keine Unterstützung.
Hohe Kündigungsrate: Jede vierte betroffene Person (26%) kündigt das Arbeitsverhältnis aufgrund der Erkrankung oder der schwierigen Situation im Betrieb.
Tabuthema Kommunikation: Fast 60% der Befragten konnten keine offenen Gespräche mit ihren Arbeitgebenden führen.
Fachkräfteverlust: Unternehmen verlieren wertvolle Talente und viel Know-How.
"Viele Arbeitgebende sind überfordert – es fehlt an Wissen, klaren Prozessen und dem Mut, das Thema proaktiv anzusprechen", erklärt Andrea Borzatta, Präsidentin von Periparto Schweiz.
Die Studie und die Ergebnisse aus den Workshops, die wir mit Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden durchgeführt haben, machen deutlich, dass der Wunsch nach Veränderung auf beiden Seiten gross ist. Sowohl Betroffene als auch Unternehmen befürworten Massnahmen wie Sensibilisierungsschulungen, proaktive «Welcome-Packages» und flexible Wiedereinstiegsmodelle.
Basierend auf den Ergebnissen wurden vier zentrale Handlungsfelder identifiziert, die Unternehmen jeder Grösse dabei unterstützen, die psychische Gesundheit ihrer Mitarbeitenden rund um die Geburt zu schützen und Fachkräfte langfristig zu halten.
Hier finden Sie die Medienmitteilung, das Whitepaper und weiterführende Informationen zum Thema.
Unter folgendem Link gehts zum Video.
Sind Sie als Unternehmen interessiert an Schulungen oder Unterstützung? Kontaktieren Sie uns direkt unter [email protected]