
lundi 13 juillet 2026
Ein hohes Mass an Stress während der Schwangerschaft und der frühen Elternschaft bleibt nicht ohne Folgen – weder für die Mutter noch für das Kind. Studien zeigen, dass mütterlicher Stress über verschiedene biologische Botenstoffe wie Cortisol oder Entzündungsfaktoren die Plazenta passieren und die Entwicklung des Fötus direkt beeinflussen kann. Die Auswirkungen zeigen sich auf mehreren Ebenen: kurzfristig etwa durch ein erhöhtes Risiko für Frühgeburtlichkeit oder ein niedrigeres Geburtsgewicht, mittel- bis langfristig durch mögliche Beeinträchtigungen der neurologischen Entwicklung, und selbst über Generationen hinweg, wie neuere Forschung nahelegt. Auch die psychische Gesundheit der Mutter selbst – etwa das Risiko für peripartale Depressionen oder Angststörungen – steht in engem Zusammenhang mit unbewältigtem Stress.
Hier setzt das europäische Forschungsnetzwerk TREASURE an: Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse zu mütterlichem peripartalen Stress zu bündeln, Fachwissen über Länder- und Disziplingrenzen hinweg zu vernetzen und daraus konkrete klinische Leitlinien und Best Practices zu entwickeln – damit Mütter und Kinder europaweit besser unterstützt werden können.
Im Rahmen dieser Forschung führt das TREASURE-Team aktuell eine Umfrage bei Fachpersonen aus Klinik und Beratung durch. Ihre Erfahrung im Umgang mit peripartalem Stress ist gefragt und leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Versorgung.
Wir laden alle Fachpersonen in unserem Netzwerk herzlich ein, sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen und teilzunehmen: