NEU: Traumatisch erlebte Geburt: Gründe, psychische Folgen sowie frühe Interventionsmöglichkeiten
Forschung der Universität Lausanne (UNIL) und des Centre Hospitalier Universitaire Vaudois (CHUV) zeigt, dass etwa ein Drittel der Frauen ihre Geburt als traumatisch erlebt und ein Teil davon längerfristige Stresssymptome entwickelt – darunter inneres Wiedererleben (z.B. in Form von Flashbacks), das über Monate bestehen bleiben kann. Dabei kommen Bilder, aber auch Körpererinnerungen und Gefühle von der Geburtssituation wieder hoch. So werden Todesängste (bezogen auf sich selbst oder das des Kindes) oder Szenen unter der Geburt erneut durchlebt: „Die Bilder und Szenen der Geburt lassen mich nicht mehr los.“ berichten Betroffene. Weitere Symptome, wie eine ausgeprägte vegetative Erregbarkeit, können, insbesondere angesichts der Anforderungen der frühen Elternschaft, zu enormen Leidensdruck führen. Traumatisch erlebte Geburten können bei Müttern wie bei Vätern und allen Co-Eltern intensive Stressreaktionen bis hin zu einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) auslösen. Eine frühzeitige Identifikation sowie gezielte Interventionen können dazu beitragen, psychische Folgen dieses Erlebens zu reduzieren und den Leidensweg der Betroffenen zu verkürzen.
