NEU: Vielfalt begleiten: Regenbogenfamilien und psychische Gesundheit in der frühen Kindheit

Queere Lebens- und Familienformen sind Teil der sozialen Realität, auch im Arbeitsalltag von Fachpersonen der frühen Kindheit. Regenbogenfamilien – Familien, in denen sich mindestens ein Elternteil als lesbisch, schwul, bisexuell, trans* oder queer versteht – leben in vielfältigen Konstellationen und werden zunehmend sichtbar. Fachpersonen gehen davon aus, dass in der Schweiz bis zu 30’000 Kinder in Regenbogenfamilien aufwachsen, etwa aus früheren heterosexuellen Beziehungen, durch Samenspende, Co-Parenting-Modelle oder Adoption. Hebammen, Mütter-/Väterberatende und Pflegefachpersonen begegnen queeren Eltern häufig bereits frühzeitig und nehmen damit eine zentrale Rolle in der Begleitung ein. Trotz wachsender gesellschaftlicher Akzeptanz sind queere Eltern weiterhin mit rechtlichen Unsicherheiten, institutionellen Barrieren und Diskriminierungserfahrungen konfrontiert. Nationale Erhebungen wie die Swiss LGBTIQ+ Panel-Studie zeigen, dass LGBTIQ+ Personen in der Schweiz deutlich häufiger Benachteiligung sowie gesundheitliche Ungleichheiten erleben als die cis-heterosexuelle Mehrheitsbevölkerung. Internationale Studien belegen zudem ein erhöhtes Risiko für psychische Belastungen, Stress- und Depressionssymptome, was sich auch in der frühen Elternschaft auswirken kann. Diese Belastungen betreffen nicht nur einzelne Eltern, sondern beeinflussen familiäre Beziehungen und die frühe Entwicklung von Kindern. Für Fachpersonen der frühen Kindheit bedeutet dies, queere Elternsituationen sensibel wahrzunehmen und im Kontext von Minority Stress, Diskriminierung und gesellschaftlichen Normen zu verstehen.

30.10.2026
08:30 - 12:00
Online
Dr. phil. Fabienne Forster
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Dr. phil. Fabienne Forster

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